Friedensbaumpflanzung im Pavelhaus
Einen schönen guten Abend!
Mein Name ist Elfi Gaisbacher, ich arbeite in der Grazer Initiative für Frieden und Neutralität (Giffun) mit.
Voriges Jahr haben wir uns an einem internationalen Friedensprojekt beteiligt und im Beisein von Bürgermeisterin Elke Kahr und Vizebürgermeisterin Judith Schwentner einen Friedensbaum, einen Kakibaum aus Nagasaki, im Augartenpark gepflanzt.
Ermöglicht wurde dies durch den italienischen Verein Nagasaki-Brescia Kaki Tree for Europe, und ich freue mich sehr, dass auch heute der Präsident des Vereins, Francesco Foletti, und zwei weitere italienische Friedensaktivisten, Alessandra und Pietro, zu uns gekommen sind.
Unsere italienischen Friedensfreunde und -freundinnen haben uns voriges Jahr aber ein zweites Bäumchen mitgebracht mit dem Wunsch, den Baum einer Institution unserer Wahl zu schenken und damit die Friedensbotschaft weiter zu verbreiten und zu vertiefen.
Unsere Wahl ist sehr schnell auf das Pavelhaus gefallen, eine Begegnungsstätte, ein Kulturzentrum und ein Museum der slowenischen Volksgruppe in der Steiermark. Den Verantwortlichen ist es gelungen, das Haus zu einem offenen Haus zu machen. Einen Ort zu schaffen, der Begegnung und kulturellen Austausch über die Grenzen hinweg ermöglicht. Die kulturpolitische Arbeit, die im Pavelhaus geleistet wird, muss umso mehr geschätzt werden, findet sie doch in einer historisch sehr belasteten Grenzregion und einem entsprechend sensiblen Umfeld statt.
David Kranzelbinder, der künstlerischen Leiter des Hauses, war sofort von der Idee einer Friedensbaumpflanzung begeistert. Danke, David, dass wir so schnell nicht nur einen so guten Platz für den Baum, sondern auch so einen schönen Rahmen wie das HochSommer Festival-gefunden haben.
Danke auch an die Obfrau und Geschäftsführerin, Frau Mag. Susanne Weitlaner, für ihre Unterstützung und die Bereitschaft die Baumpatenschaft für den Kaki Tree zu übernehmen.
Wir wollten im Vorjahr mit der Pflanzung im Augarten – 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Atombombenabwürfe in Hiroschima und Nagasaki – ein starkes Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen, wo immer sie stattfinden und unser Mitgefühl und unsere Solidarität den Opfern gegenüber ausdrücken. Wir möchten dieser zerstörerischen Kraft des Krieges die schöpferische Kraft des Lebens, die schöpferische Kraft von Kunst und Kultur gegenüberstellen.
Möge mit einem weiteren Baum, hier im Garten des Pavelhauses, der Friedensgedanke, die Hoffnung und Zuversicht wachsen und gedeihen.
Herzlichen Dank!
